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Qualifizierung
Die Ausbildung zur Hospizbegleiterin bzw. zum Hospizbegleiter besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Seminaren.
Das Grundseminar:
Das Grundseminar umfasst 16 Stunden und richtet sich an alle Menschen, die sich mit den Fragen um Sterben, Tod und Trauer persönlich auseinandersetzen wollen. Die Teilnahme am Grundseminar steht allen Interessierten offen. Es verpflichtet nicht zur ehrenamtlichen Tätigkeit als Hospizbegleiterin oder Hospizbegleiter.
Das Grundseminar ist deshalb auch eine Form der Öffentlichkeitsarbeit und ein Weg, die Auseinandersetzung mit Sterben und Tod in den Alltag zu integrieren.
Ziele:
- Eigene Einstellungen und Erfahrungen zu Sterben und Tod reflektieren
- Wünsche und Bedürfnisse sterbender Menschen und ihrer Angehörigen kennenlernen
- Information zur Hospizidee
- Eigenmotivation kennenlernen, Möglichkeiten und Grenzen reflektieren
- Perspektiven eigenen Handelns aufzuzeigen
Inhalte:
- Reflexion der Erfahrungen in der Begegnung mit sterbenden Menschen
- Bedürfnisse und Erlebnisweisen schwerkranker und sterbender Menschen im körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Bereich
- Kommunikation (verbal/nonverbal)
- Grundhaltungen der Hospizbewegung
- Persönliche Bilanz, Aufzeigen von Perspektiven
- Lernen in und von der Gruppe
Im Seminar wird genügend Raum gegeben um sich auszutauschen, eigene Haltungen zu überprüfen und neue Blickrichtungen kennen zu lernen.
Das Aufbauseminar:
Wenn sich am Ende des Grundseminars die Teilnehmenden eine spätere Tätigkeit in der Hospizhilfe vorstellen können, findet ein Gespräch mit der Seminarleitung statt, um Motivation und Eignung zu klären.
Das anschließende Aufbauseminar umfasst etwa 60 Stunden und erstreckt sich in der Regel über ein halbes Jahr. Im Rahmen dieses Seminars absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein 20 bis 40 Stunden umfassendes Praktikum, das die Möglichkeit zum Sammeln von Erfahrungen in der Begleitung und den Umgang mit Unsicherheiten im Kontakt mit kranken und sterbenden Menschen zum Ziel hat.
Ziele:
- Individuelle Vorbereitung und Befähigung zur Begleitung
- Vertiefung der Information
- Klärung der eigenen Fähigkeiten und Perspektiven
- Gruppenbildung: Einbindung und Offenheit
Inhalte:
- Ergänzung und Vertiefung der Grundkenntnisse
- Möglichkeiten der Beziehung mit sterbenden Menschen – Aufeinander zugehen, Nähe und Distanz
- Kommunikation und Gesprächsführung
- Kenntnisse über unterstützende Pflege
- Reflexion der Begleiterfahrungen im Praktikum
- Umgang mit dementiell erkrankten Menschen
- Einübung in Fallbesprechungen
- Ich sehe Deine Tränen – Trauer als Lebensprozess
- Die spirituelle Dimension des Umgangs mit sterbenden Menschen – Sinn –und Glaubensfragen
- Palliativpflege und Schmerztherapie
- Rechtliche und ethische Fragen am Ende des Lebens
- Möglichkeit der Mitarbeit in der Ökumenischen Hospizhilfe Pfalz/Saarpfalz
- Zusammenarbeit mit dem Ambulanten Hospiz– und Palliativberatungsdienst